Haar und Hut
Neun Frisuren, sieben Kopfbedeckungen – und darunter genau zwei Bauweisen für alles, was am Kopf wächst. Das ist die größte Vereinfachung dieser Ausgabe, und sie trägt fast das ganze Kapitel. Was am Kopf sitzt, geht zwei andere Wege: der Hut als Figur, die Mütze als Körper im Tiefenpuffer, der Helm als Körper mit einem Loch darin. Und der Vollbart einen dritten: er ist zu dünn, um gemessen zu werden.
Alle Massen sind DIESELBE Schale über dem Schädel, mit anderem Ansatz, anderer Dicke und anderem Zierrat am Rand. Bis auf die eine, die keine Schale ist, sondern eine Kugel: der Afro.
Zwei Sorten
Eine Masse ist eine Schale: die Kopfoberfläche wird oberhalb einer Ansatzlinie abgetastet, und jeder Punkt bekommt eine Dicke entlang seiner Normale. Der Umriss dieser aufgeblasenen Fläche ist der Umriss der Frisur. Weil das in Kugelkoordinaten passiert und nicht in Pixeln, wandert ein Seitenscheitel bei der Drehung korrekt mit, statt im Bild festzukleben.
Beiwerk sind einzelne Züge auf der Kopfhaut. Kein Umriss, keine Füllung, kein Loch fürs Gesicht – ein paar Kringel auf dem Scheitel und fertig.
| Sorte | Werte | Was gebaut wird |
|---|---|---|
| Masse | haube, pony, seitenscheitel,
lockenwolke, igel, zoepfe,
dutt, afro, punk, dazu die
kappe |
Punktwolke über dem Schädel, Umriss, Füllung, Ansatzlinie. Der Punk baut seine Kappe direkt (Kante als Ring auf einer Höhe, darüber der Kopfumriss versetzt) und setzt einen Fächer aus Flammen im Raum darauf |
| Beiwerk | flaum, locken, stacheln,
antenne |
ein paar Züge auf Ankern der Kopfhaut |
Was bewusst fehlt: langes Haar, das unter die Schläfen fällt und neben den Wangen hängt. Es verlangt eine innere Berandung entlang der Wange, und die ist die Hälfte des Aufwands der ganzen Geometrie. Stattdessen wird der Ansatz über dem Gesicht geklemmt – dann ist die innere Berandung immer die Ansatzlinie selbst. Zöpfe hängen deshalb hinter dem Kopf, nicht daneben.
Der Ansatz
haaransatz(dna, opt) gibt eine Funktion zurück: zu jedem
Längengrad u die Höhe v, auf der das Haar
anfängt. Vorn tiefer als hinten, mit einer Welle an den Schläfen. Alles
Weitere – Zacken, Welle, Neigung, feste Höhe für den Hut – sind
Aufsätze auf dieser einen Grundlinie.
Die Untergrenze ist die Klemme
(ansatzKlemme). Ansatzhöhe und Augenlage kommen aus
unabhängigen Zügen und wissen nichts voneinander; ohne die Klemme
rutscht der Ansatz unter die Augen und die Frisur verdeckt das halbe
Gesicht. Wo sie liegt, würfelt der Kopf: mal ein Stück über der Braue,
mal bis unter das Auge – Haar darf ans Auge, eine Strähne, die den
Augenrand streift, ist Frisur. An den Schläfen darf es tiefer: dort
verdeckt es nichts, und eine lange Strähne an der Schläfe gibt einer
Frisur die Richtung.
Die Zacken sind Anteile am Raum zwischen Grundlinie und Klemme, keine festen Beträge. Als feste Beträge stießen sie fast immer an die Klemme und wurden flach abgesägt – jeder Pony trug dasselbe Trapez auf der Stirn. Als Anteil bleibt eine Zacke ein Dreieck. Das Trapez gibt es weiter, aber als Sorte: manche Köpfe bekommen Zacken, die tiefer wollen als der Raum hergibt, und die Klemme kappt sie – ein gerade geschnittener Pony. Die Spitze sitzt nicht in der Mitte ihrer Zacke, sondern schief; mittige Spitzen hingen bei drei Zacken immer genau über der Nase.
Symptom: seitlich fiel ein Zacken durch die anderen hindurch, und die Füllung bekam an dieser Stelle ein Loch.
Ursache: die Klemme sprang stufig bei 0.85 und 1.05, und zwar um einen Betrag, der größer war als der Abstand zweier Abtastpunkte des Ansatzes. Zwischen zwei Punkten stürzte die Linie als dünner Keil nach unten und kreuzte dabei den Außenrand.
Lösung: weich statt in Stufen
(t*t*(3−2t)). Der Satz gilt allgemein: ein Sprung in
einer Randfunktion ist immer ein Loch in der Fläche, die daraus
gebaut wird.
Der Schläfenfall
Zu den Seiten hin sinkt der Ansatz, die Frisur hängt neben den Augen herab und rahmt das Gesicht. Ohne ihn endet das Haar über der Schläfe in einem schrägen Schnitt und der Kopf trägt eine Kappe.
Das ist ausdrücklich keine Zacke. Eine Zacke an der Silhouette ist eine schmale Zunge, die bei jeder Drehung mit dem Umriss kämpft; ein weicher Fall ist ein Lappen mit runder Spitze, der bei der Drehung nur zur Mitte kippt. Wie stark er ausfällt, würfelt der Kopf: gar nicht, halb, voll. Ein Blatt, auf dem jede Frisur gleich weit herunterhängt, ist ein Schnitt, keine Streuung.
Die Zacken
Zwei bis fünf Spitzen, jede anders tief und anders breit, und eine davon die tiefe – sonst sind alle mittelmäßig. Ein glatt abgeschnittener Pony ist eine Badekappe; die Zacken machen daraus Haar, das jemand geschnitten hat.
Symptom: an der Schläfe lief ein dünner Streifen Haar an der Kopfkante herunter, und bei jeder Drehung zappelte er.
Ursache: die tiefe Zacke war eine Randzacke. Dort ist die Schale dünn und liegt dicht an der Silhouette – eine tiefe Zacke ist an dieser Stelle keine Zacke mehr, sondern eine schmale Zunge über der Kante, und aus jeder Kopfdrehung wird ein Kampf zwischen Umriss und Ansatz.
Lösung: zwei Deckel. Die beiden Randzacken bleiben bei höchstens 0.24 (ein fester Betrag, kein Anteil: es geht um die Silhouette, und die ist so groß wie der Kopf), die tiefe wandert nach innen. Und der Zackenbogen reicht bis ±1.4, nicht bis auf die Silhouette – dort lagen die äußeren Spitzen früher genau auf der Kante.
Die Dicke
Die Dicke läuft am Ansatz aus, nicht über die ganze Höhe. Zwei Fehler liegen hier dicht beieinander, und man sieht beide von weitem.
Symptom: seitlich ragte ein waagerechter Keil aus dem Kopf, ungefähr auf Augenhöhe.
Ursache: die Schale stand an ihrer Unterkante in voller Dicke. Weil sie radial nach außen aufgeblasen wird, zeigt sich das an der Silhouette als Stufe.
Lösung: nur das letzte Stück über dem Ansatz wird
dünner (0.4 in v, geglättet auf 28 %). Der andere Fehler
liegt gleich daneben: läuft die Dicke über die ganze Höhe aus, ist die
Frisur an den Seiten platt und klebt am Schädel wie nasses Haar.
In derselben Funktion steht die zweite Zahl, die man nicht raten kann:
nu = 144. Mit 56 Längengraden hatte der schmale Lappen an
der Schläfe Lücken in den Winkelfächern des
Umrisses, der Bogen brach ab, und die
Füllung endete über der Ansatzlinie. Es sind trotzdem nur ein paar
tausend Punkte – ein Bruchteil des Schädels.
Das Gebiet
Aus zwei Kurven wird ein Polygon: außen der Umriss der Wolke
(bogenUm: −PI/2, hinter: kontur), innen
zurück entlang des sichtbaren Ansatzes. Das klingt nach zwei Zeilen und
ist der Ort, an dem die meisten Frisuren-Fehler gewohnt haben.
masseZug ist deshalb exportiert – dieses Prüfbild steht
besser auf einer Doku-Seite als in einer Wegwerf-Testdatei.
Symptom: bei starker Drehung lief die gezeichnete Ansatzlinie als dünner Faden neben der Füllung über die Wange weiter.
Ursache: Außenrand und Ansatz kommen aus zwei Quellen. Bei starker Drehung und einer tief hängenden Zacke endet die Ansatzlinie weiter außen als der Umriss; das Polygon schließt sich dann über eine Sehne, und die Füllung hört dort auf.
Lösung: stutzeAnsatz – was jenseits des
Umrisses liegt, fliegt weg. Nur an den Enden; in der Mitte gehört die
Linie dorthin, wo sie ist.
Symptom: an der Schläfe fehlte die Spitze der Frisur, oder es hakte dort eine dünne Spitze ins Gesicht zurück.
Ursache: die Naht wurde an der engsten Stelle gesetzt. Auf der Zunge an der Schläfe liegen Umriss und Ansatz aber die ganze Strecke dicht beieinander – das Minimum trifft irgendeinen Punkt mitten darauf.
Lösung: an der spätesten engen Stelle schneiden, nicht an der engsten: der letzte Punkt unter der Schranke von 0.055. Das behält die Zunge und wirft nur weg, was hinter ihrer Spitze noch herumhakt. Der Unterschied zwischen beiden Zeilen ist die ganze Frisur.
Symptom: bei einem gedrehten Kopf hing die Frisur auf der abgewandten Seite als Lappen bis in Ohrhöhe herab, mit fast waagerechter Unterkante; die Kopfkontur lief sichtbar hindurch. Auffällig unter dem Hut, wo die Schale dünn ist.
Ursache: der Außenrand ist ein radialer Umriss um die Kopfmitte – je Winkelfach der fernste sichtbare Punkt der Schale. Hängt die Masse auf der fernen Seite tief, zeigen die Fächer schräg unten durch die Masse hindurch, und der fernste Punkt dort ist der Ansatz selbst, die Flanke einer Zacke. Der Rand biegt an der Schläfe nach innen und läuft die Zacke entlang; die Naht schneidet an der spätesten engen Stelle und behält genau diesen Innenlauf.
Lösung: stutzeAussen kürzt den
Außenrand von beiden Enden her um alles, was nah am Ansatz
und merklich innerhalb der Kopfkontur liegt – „nah“ heißt
eine Schalendicke, denn der Innenlauf ist die aufgeblasene Flanke,
nicht die Haut. Echte
Silhouette sitzt auf der Haut plus Dicke, also außerhalb der Kontur –
die Zunge des Igels bleibt.
Symptom: dort, wo der Außenrand in den Ansatz überging, saß eine gerade Kante quer über der Schläfe.
Ursache: der Außenrand ist die Silhouette der aufgeblasenen Schale, der Ansatz liegt auf der Haut. Zwischen dem Ende des einen und dem Anfang des anderen steht die volle Dicke der Schale, und das Polygon schließt sie mit einer Sehne.
Lösung: rundeZipfel setzt an beiden
Enden einen Bogen ein, der die Richtung des Außenrands fortsetzt und
in den Ansatz einschwenkt. Eine Hand zeichnet dort keinen Schnitt,
sondern einen Lappen mit runder Spitze.
Dazu eine dritte, kleinere Entscheidung: der Ansatz wird ein Stück
über die Sichtgrenze hinaus abgetastet
(rand = 0.06). An der Schläfe hängt er tief, und der
äußerste Punkt der Frisur liegt in dieser Richtung schon auf der
abgewandten Seite – hörte die Linie an der Sichtgrenze auf, bliebe ein
langer dünner Zwickel. Aber nur ein kleines Stück: läuft die Abtastung
weit hinaus, wickelt sich die Ansatzlinie um die Silhouette und läuft
als Keil quer übers Gesicht zurück.
Der Vollbart wird gezeichnet, nicht gemessen
Ein Vollbart ist dieselbe Anordnung wie eine Frisur, gespiegelt: eine Masse unter einer Linie statt darüber. Die Bartlinie sagt, wo rasiert wird, die Masse hängt darunter, und Strähnen liegen auf ihr. Der naheliegende Weg war deshalb, dieselbe Maschinerie zu benutzen – Wolke, Umriss, Naht. Er war falsch, und woran er scheiterte, ist die Grenze des Verfahrens von oben.
Der radiale Umriss taugt für Massen, die DICK sind und sternförmig um die Kopfmitte liegen. Ein dünner Mantel braucht ihn nicht: seine Silhouette IST die des Schädels, um seine Dicke nach außen versetzt.
Symptom: Der Rand des Bartes war krumm – eine Kerbe an der Wange, eine Nase am Hals, und wer die eine wegdrehte, bekam die andere.
Ursache: umriss nimmt je Winkelfach um
die Kopfmitte den fernsten Punkt der Wolke. Für Haar trifft jeder
Strahl die Kante genau einmal. Ein Bart ist ein schmales Band um den
Kiefer: an den Wangen streifen die Strahlen ihn fast tangential, dort
bleiben Fächer leer und werden aus den Nachbarn gemittelt; am Kinn
stapeln sich mehrere Breitengrade in ein Fach. Heraus kommt eine
Treppe – und die vier Reparaturen an ihren Enden (Stutzen, Naht,
Kreuzung, Zipfel) setzen an jede Ecke eine eigene Nase.
Lösung: Der Rand wird nicht mehr gemessen. Die Kopfkontur liegt ohnehin vor; sie wird zwischen den beiden Ecken radial um die Bartdicke hinausgeschoben, und die Bartlinie läuft auf der Haut zurück. Beide enden in denselben zwei Punkten, das Gebiet schließt sich exakt. Keine Fächer, keine Glättung, keine Naht – und keine Punktwolke: der Bart spart die viertausend Punkte, die eine Frisur kostet.
Die beiden Ecken sind der Schlüssel. Sie liegen dort,
wo die Bartlinie die Silhouette schneidet – gesucht wird vom am
stärksten zugewandten Punkt der Linie aus nach beiden Seiten, bis das
Vorzeichen von nz kippt, und dann halbiert. Nicht vom Rand
her: hinter dem Ohr kreuzt die Linie ein zweites Mal, und wer den
ersten und letzten Wechsel nimmt, legt den Bart bei starker Drehung um
den halben Kopf.
Die Dicke ist nicht rundum gleich. Ein Bart hängt: unter dem Kinn steht er am weitesten ab, an den Wangen liegt er an. Gemessen wird das nicht am Bogenanteil, sondern an der Richtung des Randpunktes – seinem Anteil nach unten. Damit dreht die Verteilung mit dem Kopf mit, statt an derselben Stelle des Bogens kleben zu bleiben.
Am Ende läuft der Rand in Spitzen aus, und zwar nach derselben Grammatik wie der Haaransatz: Zacken über den Bogen, jede mit eigener Breite, eigener Tiefe und einer Spitze, die nicht in ihrer Mitte sitzt; eine wird die tiefe, und die tiefe ist nie die äußerste. Gemacht wird es als Faktor auf die Dicke und nicht als eigene Kurve: so bleibt die Richtung die Normale der Kontur, und der Rand kann sich nicht selbst überschlagen.
Dieselbe Grammatik ergibt aber noch keine Handschrift. Ein Kopf mit
gezacktem Pony und rundem Bart hat weiterhin zwei Hände am Werk, auch
wenn beide Ränder nach derselben Formel gebaut sind. Also entscheidet
die Frisur mit, wie der Bart ausläuft –
haarKante in haar.ts, direkt neben dem
Schalter, der die Frisuren baut, damit die beiden Listen nicht
auseinanderlaufen:
| Kante | Frisuren | Was der Bart daraus macht |
|---|---|---|
zacken | haube, pony, seitenscheitel | eckig, wenige und lang: Facetten mit großen Winkeln, Zahl aus dem Zackenstrom des Ansatzes |
kraus | lockenwolke, afro | rund: wenige, flache, breite Lappen auf ruhigem Grund – die Unruhe der Locke ist rund, nicht gezackt |
glatt | zöpfe, dutt | rund und kaum eingeschnitten: ein gestutzter Bart zur geordneten Frisur |
keine | Glatze, Flaum, Antenne, Locken, Stacheln, Igel, Punk | keine Kante, an der Maß zu nehmen wäre – ein grafischer Rand, manchmal ein freier Wurf |
Zwei Dinge daran waren beim ersten Anlauf falsch, und beide sind lehrreich. Erstens die Form: der Bart bekam die Zackenzahl des Ansatzes, aber runde Lappen dazu – oben gerade Flanken und scharfe Kerben, unten Beulen. Die Zahl sieht niemand, die Form sieht jeder. Also fällt die Entscheidung eckig-oder-rund vor aller Zahlenarbeit, und die eckige Kante baut ihre Zacken wie der Ansatz: über die ganze Zellbreite, mit allen Kerben auf einer Linie. Kerben, die je nach Nachbarzacke verschieden tief liegen, ergeben ein wanderndes Vieleck – Ecken ohne Rhythmus.
Zweitens die Zahl, und die ist zweimal falsch geraten worden. Zu wenige (Faktor 1.35 aus Bogenlänge gegen Stirnbreite) lassen zwei wirksame Zacken über den ganzen Bart übrig. Zu viele – der Versuch, gleich große Zacken im Bild zu bekommen, Faktor 2.5 – ergeben einen Kamm aus lauter kleinen Zähnen, und ein Kamm ist eine andere Frisur. Die Charakteristik einer Haube sind wenige lange Geraden mit großen Winkeln: eine ruhige Kante und ein Einschnitt, der zählt. Wer die Zacken klein macht, um viele zu haben, verliert genau die Geraden. Es steht jetzt bei rund 1.7, und eine Zacke ragt deutlich heraus statt ein wenig.
Gezählt wird dabei in Segmenten, nicht in Zacken: was man sieht, sind die geraden Stücke des Randes, und davon liegt gut die Hälfte im Bild. Nachgemessen über zwölftausend Köpfe, sichtbare Segmente im unteren Bogenviertel:
| Kante | p10 | Median | p90 |
|---|---|---|---|
zacken | 5 | 7 | 8 |
keine | 2 | 3 | 4 |
kraus | 2 | 4 | 5 |
glatt | 1 | 2 | 2 |
Antworten kann nur eine Masse
Eine Frisur, die eine Schale über dem Schädel ist, hat eine Kante mit einer Handschrift – gezackt, gewellt oder glatt geschnitten –, und die kann der Bart abschauen. Zierrat hat keine: Stacheln, Locken, Flaum und Antenne sind einzelne Striche auf der Kopfhaut, sie haben überhaupt keinen Rand. Und Kappen haben zwar einen, aber keinen eigenen: Igel und Punk sind eine dünne, glatt umlaufende Schale, die dem Schädel folgt – dieselbe Kante wie bei einer Glatze, nämlich gar keine.
Ein früherer Stand zählte Stacheln, Igel und Punk als eigene Sorte
spitz und gab ihnen eine Säge von neun bis vierzehn
Zähnen. Das war eine Eigenschaft der Haare, nicht ihrer
Kante: die Stacheln stehen vom Kopf ab, sie schneiden nichts
ein. Ein Kopf mit Stacheln braucht denselben ruhigen Bart wie eine
Glatze.
Für diese Köpfe wird der Rand grafisch: eine ruhige, gleichmäßige Form, die niemandem gehört. Die Streuung sitzt in der Wahl der Form, nicht im Zittern innerhalb einer – gleich große Zacken in gleichen Abständen sind eine Aussage, leicht ungleiche sind ein Fehler. Vier Sorten, gemessen über zwanzigtausend Köpfe:
| Sorte | Anteil | Form |
|---|---|---|
| glatt | 23 % | gar keine Zacken, der Rand ist der versetzte Umriss |
| eine | 29 % | eine Spitze in der Mitte, sonst nichts – kein abgesenkter Grund |
| gleichmäßig | 28 % | drei bis sechs identische Zacken über den Bogen |
| frei | 20 % | gar nicht grafisch, sondern der freie Wurf der runden Kante. Eine Glatze ist kein Grund für Ordnung; manchmal ist der Bart einfach ein Bart |
Wie scharf, sagt der Ansatz
Die Kante sagt, welche Sorte Unruhe der Bart bekommt; sie sagt
nicht, wie scharf. Zwei Köpfe mit Pony können einen flachen, welligen
Ansatz und einen mit tiefen spitzen Kerben haben, und der Bart soll
beides mitmachen – sonst ist die Kopplung nur halb.
haarSchaerfe misst dafür die Flanke der tiefsten
Zacke: Tiefe je halber Zellbreite. Beides zählt, tief und
schmal – zwei tiefe Zacken über die ganze Stirn sind stumpfer als fünf
halb so tiefe. Heraus kommt eine Zahl zwischen 0 und 1; sie steuert
beim Bart, wie weit die Spitze heraussteht und wie tief die Kerbe
einschneidet.
Damit die beiden nicht auseinanderlaufen, liest die Messung den
echten Wurf des Ansatzes und nicht einen nachgebauten:
zackenWurf in schale.ts ist dafür aus dem
Ansatz herausgezogen und wird von beiden benutzt – dieselbe Bewegung
wie bei zackenZahl. Zwei Kopien derselben vier Würfe laufen
auseinander, sobald jemand eine Zahl dreht.
Und dann noch die Tiefe, die zusammen mit der Zahl den Winkel macht: die Flanke steigt um die Tiefe je halber Zellbreite, also hilft jede Zacke mehr genauso wie jeder Millimeter tiefer. Am Ansatz sind die Zacken Anteile am Raum zwischen Grundlinie und Klemme und schöpfen ihn fast aus. Am Bart hingen sie an einer Kette aus Wurf, Kantenfaktor und Boden und standen am Ende ein gutes Drittel der Dicke heraus – gemessen, nicht geschätzt. Deshalb normiert die eckige Kante ihre Würfe auf den eigenen tiefsten: die ganze Streuung bleibt, die Skala kommt vom Bart. Die Kerbe nimmt knapp die Hälfte der Dicke weg, die tiefste Zacke steht um das Doppelte davon heraus.
Symptom: Die Zacken waren gerechnet, gewürfelt und im Profil messbar – zu sehen war ein Ei mit einer geraden Schnittkante unten links.
Ursache: Krümmung. Der Ansatz sitzt auf einer fast geraden Stirnlinie, der Bartrand auf einem Bogen, der sich über eine Zackenbreite um rund dreißig Grad dreht. Ein Dreieck, das seine Zelle ausfüllt, steigt flacher als das – die Krümmung frisst die Spitze auf und übrig bleibt die gerade Flanke.
Regel: Auf einem gekrümmten Rand muss die Spitze
steiler steigen, als der Rand sich dreht. Dieselbe Tiefe auf einem
Viertel der Zellbreite, der Rest der Zelle bleibt die runde Kontur.
Und der Zug muss eckig zeichnen – der Catmull-Zug rundet
jede Spitze wieder weg.
Symptom: Die hellen Strähnen auf der Bartmasse liefen alle in einem Punkt unter dem Kinn zusammen. Der Bart las sich als aufgeschnittene Melone.
Ursache: Eine Strähne läuft auf ihrem Längengrad, und zum Pol hin laufen die Längengrade zusammen. Beim Haar ist das richtig – am Scheitel läuft Haar wirklich zusammen. Am unteren Pol ist es falsch.
Lösung: StraehnenOpt.spreiz. Die
Strähne weicht um cos v₀ / cos v nach außen aus, also um
genau den Faktor, um den ihr Breitengrad enger wird. Bei 1 hält sie
ihren Abstand zu den Nachbarn, bei 0 läuft sie wie beim Haar. Der
Bart nimmt 0.8 und hört ein Stück vor dem Pol auf – er wird nach
unten schmaler, aber er endet nicht in einem Punkt.
Der Afro ist eine Kugel
Jede andere Masse ist Schädel plus Dicke und erbt seine Form: ein kastiger Kopf bekommt eine kastige Frisur. Beim Afro ist es umgekehrt. Die Frisur hat eine eigene Form, und der Schädel steckt darin.
Also wird die Dicke nicht vorgegeben, sondern AUSGERECHNET: so viel, dass die Außenfläche auf einer Kugel um die Kopfmitte liegt. Wo der Schädel weit ist, ist das Haar dünn. Deshalb sieht der Afro auf einem langen und auf einem runden Kopf gleich aus – im Gegensatz zur Lockenwolke, die auf einem langen Kopf lang wird.
Die Rechnung
Gesucht ist die Strecke entlang der Normale bis zur
Zielfläche – denn genau entlang der Normale bläst wolke()
den Punkt auf. Solange die Kugel um die Kopfmitte liegt, ist das
dasselbe wie „Zielradius minus Kopfradius". Sitzt ihr Mittelpunkt höher
(hoeher), ist es das nicht mehr: dann ist es der Schnitt
einer Geraden mit einem Ellipsoid, also eine quadratische Gleichung.
Die positive Wurzel ist der Austritt nach außen; liegt der Kopfpunkt
schon außerhalb, greift die Mindestdicke, sonst hätte die Frisur dort
ein Loch.
Mit Verjüngung (keil) hängt die Breite der Zielfläche von
der Höhe ab – und die kennt man erst, wenn man die Strecke kennt. Die
Gleichung ist dann nicht mehr geschlossen lösbar.
Drei Durchgänge genügen: die Verjüngung ist glatt, und
der erste Schuss (Breite auf Höhe der Haut) liegt schon nah dran. Ohne
Verjüngung fällt die Schleife nach dem ersten Durchgang auf denselben
Wert wie vorher.
Symptom: statt einer Kugel saß auf dem Kopf eine breite Kappe mit einer Kante rundum.
Ursache: die Masse endete am Haaransatz. Der Ansatz ist die Linie auf der Stirn – hört die Masse dort auf, gibt es neben den Wangen kein Haar.
Lösung: eine zweite Unterkante (massen
gegen unten). Sie fällt zu den Seiten hin bis neben die
Wangen. Zu sehen ist sie nie – sie liegt hinter der Kopffläche, und
was übersteht, ist der Ring aus Haar rund um das Gesicht.
Sechs Sorten statt eines Bereichs
kugel, turm, wolke,
kurz, dreieck, pilz. Ein breiter
Bereich wäre der bequemere Weg und der falsche: gleichverteilte Werte
landen fast alle in der Mitte, und ein Blatt aus lauter mittelgroßen
Afros ist eine Schablone. Dieselbe Überlegung steht hinter den Breiten
der Locken und hinter den Hutsorten.
| Sorte | Was sie ausmacht |
|---|---|
kugel | geht bis an das, was die Zelle hergibt, und hängt tief herunter – nur dann schließt sich die Silhouette zum Kreis |
turm | dieselbe Kugel, aber ihr Mittelpunkt sitzt über der Stirn; schmaler, sonst stünde sie oben aus der Zelle heraus |
wolke | breiter als hoch und deutlich beuliger |
kurz | sitzt eng an und endet über den Ohren |
dreieck | unten am Kiefer am breitesten, nach oben schmal – mit tief liegender Unterkante, sonst bliebe nur die Spitze |
pilz | das umgedrehte Dreieck: oben ausladend, zur Schläfe hin schmal |
Was beim Afro anders läuft
Der Afro braucht die Naht nicht – und darf sie nicht haben. Bei jeder anderen Masse laufen Umriss und Ansatz an der Schläfe dicht zusammen; beim Afro liegen sie einen halben Kopf auseinander. Die Naht fände dort kein Paar und schnitte irgendwo. Stattdessen wird der Umriss für die Füllung auf das Stück über dem Ansatz beschnitten, und das Gebiet schließt sich über zwei radiale Sehnen. Radial ist die Bedingung: eine Sehne vom Schläfenende zum tief hängenden Ende des Bogens liefe quer über die Wange – und diese Füllung liegt vor dem Gesicht.
Symptom: bei einem Afro, der nur an einer Seite hervorschaute, lag eine Linie quer über dem Gesicht, ungefähr auf Mundhöhe.
Ursache: die Unterkante der Masse hängt hinten tief und projiziert sich von vorn nach innen. Sie belegt die unteren Winkelfächer mit einem kleinen Radius; der Umriss läuft dann einmal um den Kopf herum. Früher blieb nur der längste Lauf außerhalb übrig – das war eine einzelne Flanke, und die Füllung schloss sich von dort mit einer Sehne.
Lösung: ausserhalb. Genommen wird das
Stück vom ersten bis zum letzten Punkt außerhalb der Kopfkontur.
Dazwischen wird nicht gelöscht, sondern auf die Kontur
geklemmt: wo die Frisur nicht über den Kopf
hinausragt, folgt ihr Rand der Kopfkante.
Symptom: an den Seiten, ungefähr auf Höhe der Ohren, hörte das Haar abrupt auf – mit einer waagerechten Kante und einem gefüllten Zipfel, der neben der Wange in der Luft stand. Und das an einer Stelle ohne jede besondere Zone: dort liegt die Masse sicher hinter dem Kopf und könnte ganz normal auslaufen.
Ursache: dort taucht die Kugel unter die Kopfkontur,
und hinter dem Kopf zählt sie nicht mehr zum Umriss (siehe
hinter in umriss). Das letzte
Winkelfach mit sichtbarer Masse liegt deshalb nicht auf der Kontur,
sondern noch ein Stück davor: bei knapp vier Grad Fachbreite fällt der
Umriss dort um mehr als ein Zehntel Kopfradius, und das ganze Stück
zwischen dem letzten Fach und der Kontur fehlt. Der Rand brach also
neben der Wange ab – und weil die Fläche ihn mit einer Sehne zwischen
seinen beiden Enden schließt, wurde aus dem Abbruch ein gefüllter
Zipfel. Genau die Sehne, von der die Notiz im Quelltext behauptete,
sie liege im Kopf und sei nie zu sehen.
Lösung: laufeAus. Jedes Ende bekommt ein
Fach dazu, im selben Winkelschritt weiter und mit der Kontur als
Radius. Der Rand endet damit an der Kopfkante statt daneben, und die
Sehne liegt wieder im Kopf. Knapp innerhalb der
Kontur, nicht genau auf ihr: der Strich wackelt, und ein Wackler auf
der Kante wäre wieder ein Zipfel. Läuft der Rand schon rundum, bleibt
er wie er ist – dort liegt im nächsten Fach nicht der Kopf, sondern
das andere Ende, und der Anschluss risse eine Kerbe in die Frisur.
Für die Rauung des Randes, die Fransen und die Kringel in der Masse gilt dieselbe Regel wie für jeden Zierrat auf einer Silhouette: sie hängen am Winkel, nicht am Punktindex. Der Umriss kommt aus Winkelfächern und wandert bei jeder kleinen Drehung um einen Punkt weiter – an den Index gehängt liefe die Rauung bei jedem Atemzug einmal um den Kopf. Die drei Oberschwingungen haben ganzzahlige Frequenzen, damit der Rand sich rundum schließt; eine krumme Frequenz gäbe bei ±π einen Sprung.
Und alle Würfe fallen VOR der Sichtbarkeitsprüfung. Sonst zieht ein Kringel, der sich gerade wegdreht, den ganzen Strom hinter sich her, und bei jeder kleinen Drehung ändern alle folgenden ihre Größe – ein flackerndes Muster.
Der Rand ist die Locke
Der Vorgänger legte auf eine glatte Kante eine Kette Ballen. Weil der Rand darunter durchlief, las sich das als Perlen auf einer Schnur, nicht als Haar. Hier wird der Rand selbst zur Folge von Wickeln, alle in dieselbe Richtung geschert, sodass die Kämme überhängen wie gedrehte Strähnen. In jedem Wickel liegt eine offene Spirale – erst sie macht aus der Ausbuchtung eine Locke. Ein geschlossener Ring läse sich als Loch.
Symptom: die Kante der Lockenwolke sah aus wie die Zacken-Frisur, von der sie sich gerade unterscheiden soll.
Ursache: ein Sinusbogen läuft an beiden Enden flach aus und trifft seinen Nachbarn in einer Spitze.
Lösung: ein Halbkreis. Er steht an seinen Enden senkrecht – jeder Wickel ist eine runde Beule mit einer Kerbe daneben. Dazu ein kleiner Einzug zwischen den Wickeln: ohne ihn stehen sie auf einer glatten Grundlinie und die Kante wellt nur.
Auch hier zwei Größenklassen statt eines breiten Bereichs (ein Viertel dicke Wickel zwischen dünnen), eine Held-Locke, die deutlich größer ist als die anderen, und eine Kippe zu einer Seite – eine Frisur hat eine Seite, auf der mehr liegt.
Der Ansatz der Lockenwolke bekommt dieselben Wickel,
nur nach innen gebeult (richtung: -1), in derselben
Scherung wie der Außenrand und GRÖBER geteilt (teilung:
vier bis fünf statt neun bis dreizehn auf die Länge): wenige runde
Beulen, die auf die Stirn hängen. Darunter liegt die ruhige Welle,
nicht die Zacken – Zacken unter den Beulen waren Spitzen zwischen
Rundungen, eine Säge mit Rüsche; die feine Teilung des Außenrands im
Kleinen las sich als Rüsche ohne Säge. Erst wenige, große Wickel sind
Locken.
Der Hut ist ein Körper
Der Hut geht denselben Weg wie die Mütze: Krone und Krempe sind zwei Drehflächen aus je einem Profil, auf den Schädel geschrumpft, und der Tiefenpuffer sagt, was man sieht. Vorher war er eine Figur aus Ringen, deren Umriss von Hand konstruiert wurde – konvexe Hülle der Krone mit dem vorderen Fußbogen als Boden, die Krempe in zwei Hälften nach dem Blick, die hintere vor der Kopffläche. Jede dieser Regeln stimmte, solange sie stimmte, und jede musste einzeln gefunden werden. Zwei Körper, weil beide ihren eigenen Rand brauchen: die Krempe ihre Außenkante rundum, die Krone ihre Silhouette dort, wo die Krempe sie nicht deckt.
Die Krempe hat eine Filzdicke (0.03): zwei Zeilen im
Gitter, Außenkante oben und unten. Ohne sie ist sie eine Ellipse ohne
Höhe, und genau von der Kante gesehen fällt sie zu einer Linie
zusammen. Zum Kronenfuß hin steigt sie als Auflage bis auf
die Höhe des Fußes und greift ein Stück in die Kronenwand hinein;
ihre Innenkante liegt im Schädel. Die Neigungen – schwung
zum Rand hin, kippe vorn gegen hinten, die
delle im Deckel – werden nachträglich je Winkel auf das
Gitter gesetzt; sie hängen am Winkel im Kopf, nicht am Blick.
Geschrumpft wird auf den Schädel, nicht auf Schädel
plus Haar – dieselbe Entscheidung wie bei der Mütze. Der alte Hut maß
den Schädel mit dem Haar (haarPolster), damit er
nicht neben der Frisur in der Luft hing; über einem Afro wurde er so
zum Deckel auf einer Kugel. Man setzt einen Hut auf den Kopf, und das
Haar weicht: es wird mit derselben Regel wie unter der Mütze
(stopfeUnter, die Krone als Kappe) in die Krone gestopft
und läuft unter der Krempe im Kegel wieder auseinander. Anders als
unter der Mütze werden unter dem Hut alle Massen gezeichnet
– nur das Beiwerk (Kringel, Stacheln) nicht, es stieße durch die
Krone. Die Schalen unter Hut und Mütze sind dicht (40 Ringe): grob war
zwischen zwei Ringen ein Absatz, der von vorn ganze Seiten der Frisur
schluckte.
Fünf Sorten, und warum die Achsen gekoppelt sind
fedora, trilby, sonne,
zylinder, eimer. Entscheidend ist die
Kopplung von Kronenhöhe und Krempenbreite: hohe Krone
mit weiter Krempe wird ein Pilz, flache Krone mit knapper Krempe
verschwindet zwischen den Ohren. Deshalb wird die Sorte gewürfelt und
nicht jede Achse für sich.
Dazu kommt der sitz: ab und zu thront der Hut oben auf dem
Kopf statt zu sitzen. Weiter oben ist der Schädel schmaler, also wird
derselbe Hut von selbst kleiner. Seine Krempe misst dann aber am
Kopf und nicht am schmalen Kronenfuß – sonst verschwände sie
hinter den Schläfen, und ein Hut ohne sichtbare Krempe ist ein Eimer.
Was der Puffer zeichnet
Die Fläche ist ein Gebietsrand aus dem Puffer – und zwar einer für Krone und Krempe zusammen. Getrennt gefüllt blieb an der Naht ein Faden Papier: der Fehldruck versetzt jede Fläche für sich, und zwei geglättete Ränder liegen nie aufeinander. Die Striche sind Ringe des Gitters, aus denen die verdeckten Stücke herausgeschnitten sind – nicht der Gebietsrand als Strich, der liefe hinten an der Kopfkontur entlang und zöge sie doppelt. Unter dem Band steht keine Linie: das Band grenzt Krone und Krempe ab, und beide lägen fast immer dicht beieinander. Der Kronenrand wird nur dort gestrichelt, wo er nicht an Krempenzellen entlangläuft.
Die Außenkontur der Krempe ist ihre Silhouette, nicht die obere Kante allein: die Krempe ist eine Scheibe mit Dicke, im Bild also zwei um die Filzdicke versetzte Ellipsen, und ihr Umriss ist die äußere Hülle der beiden. Welche das an einer Stelle ist, ist eine Frage an die Geometrie – der Punkt, der weiter von der Mitte weg liegt – und nicht an den Tiefenpuffer. Vorn die eine, hinten die andere, mit genau zwei Wechseln dazwischen. Der Puffer behält seine eigentliche Frage: ob dieses Stück Kante überhaupt zu sehen ist. Die hintere Außenkante läuft von der Spitze nach hinten, bis sie hinter der Krone verschwindet – im Bild die Seite der Krempenoberseite, die am Band endet. Dass sie dabei hinter der eigenen Krempe liegt, zählt nicht als verdeckt: die Krempe liest sich als Band, und das Band hat Seiten. Hinter der Krone – zwischen ihren Bildrändern – bleibt sie weg, sonst liefe die hintere Kontur quer durch die Krempe.
Anders als bei der Mütze steht das Haar mit im Puffer.
Unter der Krone kann es nie vor dem Hut liegen – aber unter der Krempe
schon: sieht man ihre Unterseite (Kopf im Nacken), läuft die Masse
unter dem Kronenfuß vor dem inneren Teil der Krempe weiter,
und die Krempe muss dort zurücktreten. Das gilt für jede Frisur, nicht
nur den Afro. Damit das Haar nicht neben der Krone aus der Unterseite
wächst, bleibt es bis unter die Auflage im Schädel eingezogen
(saumUnten).
Und der Hut zeichnet eine Linie je Kante – als einziges Ding auf dem Kopf. Seine Fläche kommt aus dem Puffer, seine Striche kommen aus den Gitterringen; die beiden Kurven derselben Kante liegen nie ganz aufeinander. Jede feine Nebenlinie steht deshalb neben ihrem Stoff statt darauf und liest sich als Konstruktionslinie. Weg sind darum: die zweite, danebenliegende Stiftlage der großen Konturen (an einer geraden Krempenkante wird aus ihr eine versetzte Doppellinie), der dünne Strich der Filzdicke unter der Krempenkante, die Deckelkante oben an der Krone, und die Bandkante ohne ihre Bandfläche. Dazu halber Verzug: ein Filzhut hat eine geschnittene Kante und eine gepresste Krone – bei Haar und Wolle ist die Unruhe die Zeichnung, an ihm las sich derselbe Verzug als schlecht getroffen.
Symptom: die Krempenkontur war an den Seiten eine Säge, an der Spitze ein Widerhaken, und dazwischen brach sie in kurze Stücke.
Ursache: drei, und alle drei sahen aus wie ein zittriger Stift. Erstens entschied der Tiefenpuffer, welche der beiden Krempenkanten die Silhouette ist – er antwortet in Zellen, und dort, wo die Scheibe im Bild dünn wird, kippte die Antwort von Schritt zu Schritt: die Kontur zackte um die Filzdicke zwischen den Ellipsen. Zweitens riss derselbe wackelnde Test die Linie in Stücke, und Reste unter drei Punkten fielen ganz weg. Drittens lief die Kurve durch die Punkte als uniformes Catmull-Rom: der Ring hat 64 gleiche Winkelschritte, projiziert werden daraus an der Spitze Bildschritte von einem Hundertstel und daneben von acht, und darüber schießt die Kurve hinaus.
Lösung: die Silhouette geometrisch bestimmen (der
Punkt weiter von der Mitte); Löcher von ein bis zwei Schritten
überbrücken statt zu schneiden; und die Kurve zentripetal
parametrisieren – die kann nachweislich weder Spitzen noch
Selbstschnitte erzeugen (stift.ts#catmull).
Symptom: zwischen Krone und Krempe schimmerte ein Faden Papier durch, auch auf dem kahlen Kopf.
Ursache: zwei Flächen, zwei Gebietsränder, zweimal Fehldruck – der Versatz zog sie auseinander. Vorher schon: die Auflage endete tiefer als der Fuß, und von unten sah man zwischen Fuß und Krempe auf das Haar.
Lösung: Krone und Krempe als ein Gebiet füllen; die Auflage bis auf Fußhöhe und mit Überlapp in die Wand.
Symptom: die Kontur der Krempe stand nur vorn; an den Seiten blieb der dünne Filzstrich. Die Seiten der Oberseite fehlten ganz.
Ursache: die Kontur verlangte die obere Kante, und die ist von leicht unten an den Seiten hinter der eigenen Unterseite – richtig verdeckt. Die Seiten hingen an der Sichtbarkeit des Kronenfußes, und der liegt von unten hinter der Auflage.
Lösung: die Silhouette zeichnen (obere Kante, sonst untere), und die hintere Kante außerhalb der Kronenbreite trotz eigener Krempe davor. Ein Umweg, der Zeit kostete: eine Gerade von der Kronenecke zur Krempenspitze – falscher Ansatz, gerade über einem Bogen; die echte Kante hat den Bogen der Fläche und endet von selbst am Band.
Symptom: das Hutband las sich nicht als Band, sondern als dunkler Streifen unter der Krempe.
Ursache: es saß auf dem Kronenfuß – also genau dort, wo die Krempe ansetzt, und wurde von ihr halb überdeckt.
Lösung: ein Stück höher an der Krone, als
Fläche mit zwei Kanten statt als dicker Strich, in einem
dunkleren Ton desselben Stoffs (stoffTief) – eine eigene
Farbe wäre ein zweites Kleidungsstück am Kopf.
Die Mütze ist ein Körper
Die Wollmütze ging diesen Weg zuerst, der Hut folgte ihr. Jede Frisur ist eine Schale, also der Schädel plus eine Dicke. Für Haar ist das richtig – ein kastiger Kopf bekommt eine kastige Frisur. Ein Kleidungsstück hat aber seine eigene Form: eine Mütze sitzt auf einem langen Ei anders als auf einem runden Kopf, und ist doch dieselbe Mütze. Deshalb ist sie eine Drehfläche aus einem Profil, ein fertiger Körper, den man auf den Kopf schiebt, bis er sitzt. Und sie verdeckt, statt zu schneiden: was unter ihr liegt, wird nicht vorher weggerechnet, es verliert im Tiefenpuffer.
Die Drehfläche
Ein Profil in (Radius, Höhe): unten die Rolle des Aufschlags als Halbrund, innen angesetzt, bauchig, oben gerundet; darüber die Krone als Kuppel mit langer fast gerader Wand und kurzer Rundung obenauf – eine Halbkugel wäre eine Badekappe. Um die senkrechte Achse gedreht, mit getrennten Halbachsen für x und z, weil ein Kopf ein Ei ist und kein Zylinder. Weil es Dreiecke sind und keine Punkte, ist die Fläche lückenlos, wie grob man sie auch teilt: eine Handvoll Profilpunkte trägt eine ganze Mütze.
Dann wird sie auf den Schädel geschrumpft: jeder Punkt wandert so weit nach außen, bis er freihat, was unter ihm liegt. Das „darunter" ist eine Hindernistafel – der größte Radius der Schädelwolke je Höhe und Längengrad, gelesen über ein kleines Fenster von Nachbarfächern, damit ein Stück Stoff nicht in die Wölbung darunter schneidet. Der Profilradius ist dabei ein Abstand von der Kopffläche, kein Vielfaches einer Grundweite: ein gemeinsamer Faktor je Längengrad käme von der engsten Stelle des Profils, und der Bauch des Aufschlags, der ohnehin Luft hat, würde ein zweites Mal aufgeblasen – ein Pilz statt einer Mütze. Über dem Kopf gibt es kein Hindernis mehr; dort trägt allein das Profil, und daraus wird die Kuppel.
Geschrumpft wird auf den Schädel, nicht auf Schädel plus Haar. Eine Mütze, die um die Frisur herumwächst, wird über einem Afro zum Zelt. Man setzt eine Mütze nicht auf die Haare, man zieht sie über den Kopf, und die Haare weichen. Der Zuschlag (0.055) ist trotzdem nicht null: unter der Wolle liegt immer etwas.
Der Unterschied zu einem Ansatz auf einem Breitengrad ist der Grund für das Ganze: derselbe Breitengrad liegt auf einem langen Schädel weit oben, wo er schon schmal ist, und eine Mütze, die dort ansetzt, wird zum Teller mit Rüsche. Eine Höhe im Kopfraum liegt immer da, wo sie liegt. Der Bommel ist ein eigener kleiner Körper am obersten Punkt der Mütze – wer an einem Punkt der Mütze hängt, fährt beim Nicken mit ihr, statt wie früher vom Schädelscheitel an den Rand des Kronenumrisses zu wandern.
Der Tiefenpuffer
Alles andere in dieser Geometrie beantwortet die Frage „was verdeckt was?" mit einer Aussage über den Kopfraum – eine Ebene, unter der kein Haar mehr liegt (der alte Hutdeckel), eine Schranke, hinter der ein Punkt als verdeckt gilt, zwei Pässe für hinten und vorn. Das ist richtig, solange die Aussage stimmt, und jede musste einzeln gefunden werden. Der Puffer stellt die Frage anders: er rastert die Körper mit ihrer Tiefe in ein Gitter (176 × 176 Zellen, zwei Hundertstel Kopf je Zelle, feiner als der Verzug des Stifts) und lässt an jeder Bildstelle den vordersten gewinnen. Wer danach wissen will, ob ein Punkt zu sehen ist, vergleicht – er schätzt nicht.
Er ist bewusst klein und läuft auf der CPU: der Stift läuft dort, und ein Puffer auf der Grafikkarte müsste für jede Frage zurückgelesen werden. Und er ist kein Bild. Er wird nie gezeichnet. Er beantwortet drei Fragen – was liegt an dieser Stelle vorn, wo endet das Gebiet eines Körpers, ist dieser Punkt frei –, und die Antworten gehen als Kurven an den Stift. Der Rand des Mützengebiets wird Fläche und Randstrich aus demselben Zug; die Rippen sind eine Familie Meridiane über das ganze Profil, und welches Stück man sieht, sagt der Puffer: ein Zug, der hinter etwas läuft, wird zerlegt und nicht ausmaskiert. Deshalb behält jedes sichtbare Stück seine Enden und seine Verjüngung. Damit fällt die alte Regel „die Umschlagkante muss die breiteste Stelle sein" – sie kam aus der Umriss-Konstruktion, nicht aus der Mütze; jetzt darf die Rolle bauchen und die Kante darüber enger sein, und genau so sieht ein Aufschlag aus.
Im Puffer stehen nur die Mütze, der Bommel und der Schädel – der Schädel als grobes Gitter (36 × 40) und nur als Verdecker: die Mütze läuft hinten um ihn herum, und ohne ihn schlüge ihre Rückseite als Lappen ins Gesicht. Seine gezeichnete Kontur kommt weiter aus dem Umriss. Das Haar steht nicht darin: es ist unter die Mütze gestopft und kann nirgends vor ihr liegen. Kosten: etwa 1.9 ms je Kopf mit Mütze gegen 0.6 ohne.
Das Haar unter die Mütze
Die Frisur bekommt von der Kopfbedeckung ihre Linie, nicht umgekehrt.
Nur Afro, Pony und Lockenwolke werden unter der Mütze überhaupt
gezeichnet (UNTER_MUETZE_SICHTBAR) und in sie
hineingestopft; jede andere Frisur ist unter der Mütze ein Kopf ohne
Haar. Der harte Fall ist der Afro: eine Kugel, in der der Kopf steckt,
weiter als jede Mütze. Ihn zu verdecken reicht nicht – er stünde
rundherum unter der Kante hervor, und die Mütze säße als Deckel
obendrauf.
stopfeUnter stopft das Haar in die Kappe – unter der
Mütze wie unter der Hutkrone, beides ein Stopfbau. Innerhalb der Mütze liegt jeder Punkt höchstens auf ihrer
Innenseite, tief hinein (Saum 0.14, Deckel 0.3 unter der Kronenspitze):
was die Frisur auf ihre Silhouette setzt – Wickel, Fransen,
Stacheln – steht bis 0.14 darüber und stünde sonst neben der Krone.
Unter der Aufschlagkante darf die Masse nur in einem Kegel
wachsen, der am Schädel ansetzt und nach unten weiter wird; weiter
unten bleibt alles, wie es war – der Kranz um die Ohren ist der Grund,
warum man dem Kopf die Frisur noch ansieht. Der Kegel ist vorn und
seitlich steil (0.5) und hinten flach (2.2) mit dem Fuß zwischen
Schädel und Rand: hinten kommt das Haar sichtbar unter dem Rand hervor
und der Rand steht noch darüber; vorn und an der Seite liegt es unter
der Kante am Kopf an und fällt von der Mützenecke weg, dazwischen ist
Kopfkontur zu sehen. Was das Stopfen verschoben hat, wird auch nicht
einzeln auf die Fläche gesetzt (Schale.frei): ein Kringel
auf der alten Weite stünde neben der Mütze. Der Afro-Randstrich läuft
nur, wo Masse über dem Kopf steht; die Wickel der Lockenwolke sind
gedämpft, wo der Rand am Kopf anliegt.
Symptom: der Afro lag als Haube über der Krone, die Mütze war nur noch der Aufschlag.
Ursache: der erste Anlauf ließ das Haar an Höhe gewinnen, was es an Weite verlor. Die Punkte stiegen mit der Weite der Aufschlagkante bis zur Krone hinauf, wo die Mütze schmaler ist, und standen dort vor ihr.
Lösung: die Weite entscheidet, Höhe kommt nicht dazu. Und die Hindernistafel ist ein Höchstwert über Nachbarfächer – an der Krone, wo die Mütze mit jeder Zeile schmaler wird, ist sie zu weit; also zusätzlich eine Zeile höher fragen.
Symptom: ein leeres Fach zwischen zwei Ringen der Schale, der Bogen bricht; von vorn fehlt die halbe Frisur, beim Nicken ist sie da.
Ursache: ein Band fester Höhe unter der Kante machte aus einer weiten Frisur einen waagerechten Absatz. Der radiale Umriss sieht keine Stufe.
Lösung: ein Kegel hat keine Stufe. Dazu die Afro-Kugel unter der Mütze mit 40 statt 16 Ringen – grob war schon zwischen zwei Ringen ein Absatz.
Symptom: schaut der Kopf nach oben, bildete Haar einen waagerechten Absatz neben den Mützenecken, in Randhöhe. Der hintere Teil rutschte tiefer, wie er soll – aber man sah ihn nicht.
Ursache: die sichtbare Oberkante war Haar vorn und seitlich direkt unter dem Rand, das vor dem hinteren Teil stand. Zwei Stunden gingen an den hinteren Teil, der schon richtig war.
Lösung: vorn und seitlich Kegelfuß am Schädel und Kegel 0.5, hinten unverändert, Übergang über etwa 40° hinter der Seite. Und die Lehre: bei „vorn" und „hinten" erst mit einer Probe prüfen, welche Punkte die Kante zeichnen – dann reden.
Der Helm nimmt etwas weg
Der Jethelm ist die fünfte Bauart und die erste, die dem Gesicht etwas WEGNIMMT. Band, Kappe, Hut, Kopfhörer und Mütze sitzen auf dem Kopf und lassen ihn einen Kopf sein. Der Helm ersetzt die Silhouette: was man sieht, ist die Schale, und das Gesicht schaut aus ihrer Öffnung heraus.
Gebaut ist er wie die Mütze – eine Drehfläche im Kopfraum, vom Tiefenpuffer verdeckt, Fläche und Rand aus demselben Zug. Neu ist eine einzige Sache, und die ist der ganze Helm: seine Unterkante hängt am Längengrad. Vorn liegt sie über der Braue, seitlich und hinten unter dem Ohr, und dazwischen steht sie fast senkrecht. Diese Kante ist die Wange der Öffnung.
Eine Drehfläche kann das nicht von sich aus: ihr Profil kennt Höhe und Radius, nicht den Längengrad. Also wird sie erst fertig gebaut und danach abgeschnitten – je Spalte werden die Zeilen unter der Kante auf den Punkt gezogen, an dem die Spalte die Kante schneidet. Der Körper endet damit dort, wo er enden soll. Die Öffnung ist keine Maske, sondern die Stelle, an der kein Stoff mehr im Puffer steht.
Aufblasen, nicht schrumpfen
schrumpfeAufHindernis schiebt jeden Punkt einzeln so weit
nach außen, bis er freihat, was unter ihm liegt. Für Wolle ist das
richtig – Stoff legt sich an, und eine Mütze auf einem kastigen Kopf
ist kastig. Ein Helm legt sich nicht an. Er ist
starr, und ein starrer Gegenstand, der punktweise nachgibt, ist keiner
mehr.
Also ein einziger Faktor für die ganze Schale, der größte, den irgendein Punkt braucht. Gefragt wird nur das Fenster zwischen Stirn und Scheitel, und beide Grenzen haben je einen Anlauf gekostet – siehe die Fallen unten.
Die Luft ringsum und die Höhe der Kuppel sind zwei
Werte, nicht einer. Gekoppelt blieb die Kuppel flach: seitlich kann
man nicht beliebig auftragen, ohne dass die Wangenklappen abstehen,
über dem Scheitel schon – und genau dort entscheidet sich, ob eine
Kugel auf dem Kopf sitzt oder eine anliegende Haube. Der Helm ist die
einzige Kopfbedeckung außer dem Hut, für die sich der Platzbedarf des
Kopfes ändert; helmRaum meldet ihn.
Der Mittelstreifen
Der Helm ist das erste industrielle Ding in dieser Zeichnung. Alles andere wächst und wackelt; ein Helm darf einen Aufkleber tragen. Es blieb einer: der Mittelstreifen von der Stirnkante über den Scheitel zur hinteren Kante. Ein Stern seitlich auf der Schale stand auch einmal hier, in der Tangentialebene des Gitters aufgespannt. Er rendert an keiner Stelle sauber – die Schale ist dort am stärksten gewölbt, ein ebener Stern liegt schief darauf, und dicht an der Silhouette hängt er halb daneben. Ein Aufkleber, den man nur bei einer von sechs Posen zeigen kann, ist keiner.
Der Streifen ist eine Fläche, kein Strich. Der erste Anlauf zog ihn als sehr breiten Zug über den Frontmeridian – und ein Zug ist eine Linie mit Breite: seine Ränder laufen im Bild parallel zur Mittellinie, nicht über die Wölbung. Je breiter er wurde, desto deutlicher sah man, dass er über der Kuppel liegt statt auf ihr, und am Scheitel lief er aus, weil der Stift dort ein Ende zeichnet, wo die Fläche keines hat. Ein Streifen auf einer Schale ist ein Stück dieser Schale: ein eigener Körper aus den Spalten um den Frontmeridian, ein Hauch nach außen gesetzt, mit eigener Kennung im Puffer. Fläche und Rand kommen aus dem Gebietsrand wie beim Helm selbst. Breiter machen heißt jetzt: mehr Spalten – und die Zahl muss gerade sein, sonst sitzt der Streifen eine halbe Spalte neben dem Meridian.
Zwei Körper, vorn und hinten, mit derselben Kennung. Am Pol laufen alle Spalten in einen Punkt, dort hängen sie zusammen – und weil das Gebiet dadurch eines ist, findet der Randlauf beide Hälften.
Und der Streifen endet über der Helmkante, nicht auf ihr. Lief er bis ganz hinunter, stieß er vorn unmittelbar an die Öffnung, und aus dem Aufkleber wurde ein Keil, der ins Gesicht zeigt. Ein Stück Schale zwischen Streifenende und Rand ist der Unterschied zwischen einem aufgeklebten Streifen und einem zweifarbig lackierten Helm. Dieselbe Kantenfunktion, nur höher angesetzt – dann folgt das Ende überall der Kante, vorn wie hinten.
Und die Kante des Streifens kommt nicht aus dem Raster. Der Gebietsrand ist auf eine Pufferzelle genau, geglättet und mit Druckversatz – als Farbfläche ist das richtig, als Kante ist es weich, und weich ist hier das Falsche: der Streifen ist der einzige Teil dieses Kopfes, der eine Lackierung darstellt, und eine Lackkante ist scharf. Also beides. Die Fläche kommt weiter aus dem Gebiet, weil nur das Raster weiß, welches Stück verdeckt ist; darüber liegt der Umriss des Ausschnitts aus den Gitterpunkten selbst – die linke Spalte hinunter, die Endkante entlang, die rechte Spalte hinauf. Das ist genau die Arbeitsteilung der Presse: Farbe unscharf, Strich scharf. Die Fläche bleibt dabei trocken, weil sie an ihre eigene Kante anschließt.
Was der Helm mitnimmt
Das Haar wird unter ihn gestopft wie unter die Mütze, mit der vollen Schale als Hindernis, nicht mit der abgeschnittenen: Haar an einer Schale mit Öffnung auszurichten hieße, es vor dem Gesicht auf null zu drücken – unsichtbar, aber eine Delle, die man an der Seite wiedersieht. Die Ohren fallen weg, wie unter Kopfhörern, und mit ihnen der Ohrring: ein Ohr, das aus der Schale hervorkommt, ist ein Loch im Helm. Der Bart bleibt und kommt unter der Kante heraus – eine harte Maschinenkante über einer handgezogenen Bartkante ist der Kontrast, für den sich der Jethelm gegen den Integralhelm gelohnt hat. Zöpfe, Dutt und Punk verträgt er nicht.
Symptom: eine flache Kappe in Kopfform, die man für eine Fliegerhaube hält, nicht für einen Helm.
Ursache: punktweises Schrumpfen. Der Helm erbte die Form des Schädels, und damit hatte er keine eigene mehr.
Lösung: ein Faktor für die ganze Schale. Die Form steht im Profil, die Größe kommt vom Kopf.
Symptom: Helme, breiter als der halbe Bogen, mit dem Gesicht als Briefmarke darunter.
Ursache: der Faktor kam aus einem Bruch, dessen Nenner der Radius der Schale ist – und am Pol geht der gegen null. Ein Punkt reicht, um einen Höchstwert zu sprengen.
Lösung: nur Punkte unter dem Scheitel fragen. Über ihm trägt allein das Profil.
Symptom: die Schale steht rings um den Kopf ab.
Ursache: der unterste Profilpunkt liegt zwischen Ohr und Mund, wo die Wange am weitesten steht. Ihn mit Polster umgehen zu wollen weitete die ganze Schale um ein Viertel.
Lösung: der Helm hält die Schädelkuppel frei, nicht den Kiefer. Ein Jethelm liegt unten an; dort braucht er keine Luft.
Symptom: das untere Ende des Mittelstreifens hatte zwei Zacken, die weit über den Rest hinausragten.
Ursache: schneideAb rechnete den
Längengrad einer Spalte aus ihrem Index:
(i / nu) · 2π. Für eine volle Drehfläche ist das
dasselbe – und genau deshalb stand es da. Der Streifen ist aber ein
Ausschnitt mit elf Spalten, und über elf Spalten lief dieser Bruch
einmal um den ganzen Kopf. Zwei Spalten bekamen die Höhe der
Stirnkante, der Rest die des Nackens.
Lösung: der Winkel kommt aus den Koordinaten, nicht aus dem Index. Und die Lehre: eine Formel, die den Index als Winkel liest, gilt nur, solange der Körper der ganze Kreis ist.
Symptom: die zweite Linie am Öffnungsrand lief als Bogen mitten durch das Gesicht.
Ursache: nur der Tiefentest wurde gefragt. Über der Öffnung liegt Haut, und die steht weit hinter dem Ring – also ließ er ihn brav durch.
Lösung: zwei Prüfungen, wie beim Hut. Der Puffer
sagt, ob etwas davor liegt; die Kennung sagt, ob an dieser
Bildstelle überhaupt Schale ist (beschnitten).
Hinten und vorn
Was hinter dem Kopf hängt, wird VOR der Kopffläche gezeichnet und von ihr verdeckt. Das ist der ganze Trick für „hinter" – keine Maske, zwei Pässe. Nur die Mütze fragt stattdessen den Tiefenpuffer.
Er trägt die Zöpfe, die volle Afro-Kugel und die Kopfhörer. Bei den Kopfhörern läuft die Teilung mitten durch die Figur: hinten der ganze Bügel und die abgewandte Muschel, vorn die zugewandte Muschel und die Bügelstücke, deren Haut dem Betrachter zugewandt ist. Ohne diese Teilung lag die ferne Muschel bei jeder Drehung mitten im Gesicht.
Beim Afro ist der hintere Pass mehr als ein Anhängsel: dort wird die volle Kugel gezeichnet, die der Kopf danach in der Mitte wieder zudeckt. Ein Gebiet nur aus Umriss und Ansatz ließe an den Schläfen zwei Zwickel offen – genau dort, wo ein Afro am vollsten ist, schaute das Blatt durch.
Der Platzbedarf
Bis hierher war der Platz keine Frage: alles, was ein Kopf trug, blieb in seiner Nähe. Eine Frisur, die ihre eigene Form mitbringt, kann breiter sein als der Kopf hoch ist. Wer den Platz nicht kennt, hat zwei schlechte Möglichkeiten – die Frisur läuft in die Nachbarzelle, oder alle Köpfe werden vorsorglich kleiner.
Also meldet der Stil an, was er braucht. Drei Dinge tun das:
hutRaum (Krempe und Krone), duttRaum (der
Knoten sitzt obendrauf und darf groß sein) und kugelRaum
(der Afro, samt Beulen und Fransen). Wie der Aufrufer damit umgeht –
und warum er lieber das ganze Blatt verkleinert als einen einzelnen
Kopf –, steht im Kapitel Das Blatt.